Acerca de

IMG_0208_edited.jpg

Legasthenie und Lese-/Rechtschreibschwäche

Legasthenie

Legasthenie ist eine genetisch bedingte Lese-/Rechtschreibschwäche und wird vererbt. Man spricht dann von einer Primärlegasthenie. Etwa 10% der Bevölkerung sind davon betroffen.

Kinder sind beim Lesen und/oder Schreiben zeitweise Unaufmerksamkeit.

 

Beim Erlernen des Lesens und Schreibens machen vielen Kinder diese Fehler. Jedoch kommen bei Legasthenie oder bei einer Lese-/Rechtschreibschwäche diese Fehler viel häufiger vor. Manchmal kann auch nur ein Bereich betroffen sein, entweder das Lesen oder das Schreiben.

Lese-Rechtschreibschwäche

Im Gegensatz zur Legasthenie wird eine Lese-/Rechtschreibschwäche erworben.

Das passiert zum Beispiel durch folgende äußere Faktoren:

  • Schulische Faktoren - falsche Lern- und Lösungsstrategien, schlechtes Lehrer-Schüler-Verhältnis

  • Familiäre Faktoren - schwierige Familienverhältnisse

  • Soziale Faktoren - Störung des Sozialverhaltens

  • Psychische Faktoren - fehlendes Selbstvertrauen, Angst vor Misserfolgen, Aufmerksamkeits- oder Konzentrationsstörung

  • Kognitive Faktoren - mangelnde Vorkenntnisse, wenig ausgeprägte Fähigkeiten und Begabungen

  • Körperliche Faktoren - medizinische Hör- und Sehprobleme, motorische oder sprachliche Faktoren

 

Nicht alle Punkte müssen zutreffen, aber hier finden Sie die mögliche Anzeichen für eine Legasthenie oder Lese-/Rechtschreibschwäche:

 

Lesen

  • Schwierigkeiten beim Erlernen der Buchstaben und Laut-Buchstaben Zuordnung

  • Das Zusammenlauten bereitet Probleme und Worte werden buchstabierend gelesen

  • Buchstaben werden ausgelassen, ersetzt oder vertauscht

  • Wörter werden erfunden oder weggelassen

  • Sehr langsames oder stockendes Lesetempo

  • Die Zeile wird oft verloren

  • Der Sinn des Gelesenen wird nicht verstanden

  • Beim Lesen wird nicht betont und es werden keine Pausen gemacht

 

Schreiben

  • Das Schriftbild ist schlecht lesbar

  • Abstände zwischen den Wörtern sind unterschiedlich groß

  • Die Zeile kann nicht gehalten werden

  • Buchstaben werden ausgelassen, hinzugefügt oder vertauscht (dan statt dann, jemmand statt jemand, Kucken statt Kuchen)

  • Viele Rechtschreibfehler

  • Schwierigkeiten bei der Laut-Buchstaben Zuordnung

  • Ähnlich klingende Buchstaben werden verwechselt – b/p, d/t, g/k

  • Ähnlich aussehende Buchstaben werden verwechselt – d/b, q/p, M/W, n/u, a/e, b/q

  • Das gleiche Wort wird unterschiedlich falsch geschrieben

 

Dies kann sich auch auf die Psyche des Betroffenen auswirken und das Lesen und Schreiben wird irgendwann komplett abgelehnt oder verweigert. Kinder haben oft keine Lust mehr in die Schule zu gehen und ihr Selbstwertgefühl leidet sehr - „Ich verstehe das sowieso nicht.“, „Ich kann das nicht.“, „Ich bin zu dumm dafür.“
Das gemeinsame Lernen oder die Hausübung zu erledigen, kann großes Konfliktpotential in sich haben. Diese Situationen werden auf Dauer immer belastender für alle Beteiligten. In weiterer Folge kann es zu Verhaltensauffälligkeiten kommen und zu psychosomatischen Beschwerden, wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit etc.  

Wird eine Legasthenie oder Lese-/Rechtschreibschwäche rechtzeitig erkannt, kann man mit einem gezielten Training den Betroffenen helfen.

Wie solche ein Training aussehen kann, erfahren sie hier.